Alternative Energien

Alternative Energien

Was kann man unter dem Begriff Alternative Energien verstehen?

Alternative Energien werden auch als erneuerbare oder regenerative Energien bezeichnet. Damit ist gemeint, dass die Energie aus Quellen gewonnen wird, die in der Lage sind sich selbst zu erneuern. Die Nutzung trägt also nicht zu einer Erschöpfung der Quelle bei. Solche Energieressourcen befinden sich in der Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Geothermie (Erdwärme), Biomasse sowie in der aus den Gezeiten gewonnenen Energie.

Warum sind erneuerbare Energien notwendig?

Der Grund dafür ist vor allem das absehbare Ende der bisherigen Energiequellen Kohle, Erdöl und Erdgas. Diese fossilen Brennstoffe zählen nicht zu den erneuerbaren Energien. Ihr Vorkommen ist folglich begrenzt. Die Erdölreserven werden ungefähr in 50 Jahren erschöpft sein. Beim Erdgas rechnet man noch mit Vorkommen die bis zu 100 Jahre ausreichen. Die Kohlereserven sind dagegen noch sehr groß, hier wird von 300 Jahren ausgegangen, in denen Kohle noch zur Verfügung steht. Aus diesen Zahlen ist erkennbar, dass Alternativen zu den bisherigen Hauptstromerzeugern gefunden werden müssen.

Daher stellt sich die Frage, inwieweit finden die regenerativen Energien bereits Anwendung bei der Stromerzeugung?

In den letzten Jahren hat die Bedeutung der erneuerbaren Energien deutlich zu genommen. Neben dem absehbaren Ende der fossilen Brennstoffe trägt auch der Klima- und Umweltschutz dazu bei. Außerdem ist das Interesse an einer nachhaltigeren Energieressource gewachsen, um sich aus den Abhängigkeiten zu Energieexporteuren zu lösen. Insgesamt nimmt der Anteil der Alternativen Energien seit den 90er Jahren besonders im Bereich der Windkraft, Biomasse und Solarenergie zu. Auch die Bundesregierung unterstützt die Förderung von erneuerbaren Energien durch verschiedene Gesetze. Dazu zählen das Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (2000), das Biokraftstoffquotengesetz (2007) sowie das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich (2009). Die EU treibt den Einsatz von regenerativen Energien ebenfalls voran. Durch die EU-Richtlinie zu den erneuerbaren Energien (2009) wird den Mitgliedstaaten vorgeschrieben, den Einsatz der Alternativen Energien in den Bereichen Wärme, Strom, Kälte sowie Verkehr zu fördern. Damit soll erreicht werden, dass der Gesamtanteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch innerhalb der EU bis 2020 auf 20% steigt.

In Deutschland wird man dieses Ziel auf jeden Fall erreichen, denn schon im Jahr 2008 betrug der Anteil von regenerativen Energien bereits 14,5% am Gesamtstromverbrauch. Der Bundesverband Erneuerbare Energien geht davon aus, dass dieser Anteil bis zum Jahr 2020 auf 47% steigen wird.
Zusammenfassend kann man somit feststellen, dass die Bedeutung der Alternativen Energien deutlich zugenommen hat. Dies ist auch notwendig, um die zukünftige Stromversorgung zu sichern.

Früher war alles besser? Mitnichten. Denn auch die heutigen, modernen Zeiten haben in der Tat ihre Vorzüge. Dies lässt sich vor allem dann feststellen, wenn es um den ökologischen Gedanken geht. In den Zeiten, als man noch vermehrt die so genannten fossilen Brennstoffe nutzte, war eine Energiekrise geradezu vorprogrammiert. Wie gut, dass es nunmehr Möglichkeiten gibt, zukunftsorientiert zu agieren, Geld zu sparen und im Zuge dessen auch noch die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Auch das nennt man Fortschritt!