CO2 Reduzierung

„In Europa verpflichten wir uns, bis zum Jahr 2020 zwanzig Prozent, und wenn andere Verursacher wie die USA mitmachen, sogar 30 Prozent dieser Emissionen einzusparen“, sagte Bundeskanzlerin Merkel in 2007 der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Dabei hatte sie natürlich einen Mix aus allen möglichen Bereichen im Auge, wo CO2 eingespart werden könnte, zu aller erst im Energiesektor. Aber auch beim Auto, das mit 18%-Anteil einer der Hauptverursacher von CO2- Emissionen ist, gibt es viele Möglichkeiten der Vermeidung von CO2-Ausstoss. Schon die Einführung von alternativen Kraftstoffen, u.a. Substitution von herkömmlichen Kraftstoffen durch Biokraftstoffe, technische Verbesserungen an Fahrzeugen, intelligente Verkehrsleitsysteme haben zu einer erheblichen Reduzierung der Treibhausgase geführt.

Technische Möglichkeiten am Auto

Der sofort ins Auge springende Faktor bei der Reduzierung von CO2 besteht in einer Reduzierung des Spritverbrauchs, da der unmittelbar mit den CO2-Emissionen zusammenhängt. Hier hat insbesondere die europäische Automobil-Industrie bahnbrechende Arbeit geleistet mit der Konstruktion von hubraumärmeren und damit verbrauchsreduzierenden Motoren („Down-Sizing“). Der Vorteil dieser neuen Motorengeneration liegt darin, dass trotz geringerem Hubraum mehr Leistung möglich ist und damit keinerlei Komforteinbußen hingenommen werden müssen. Die kürzliche Aktion „Abwrackprämie“ hat mit Sicherheit zu einer Reduzierung der Treibhausgase beigetragen, da alte, verbrauchsungünstige Motoren im großen Stil durch moderne, verbrauchsärmere ersetzt worden sind. Weitere technische Maßnahmen bestehen in der aerodynamischen Glättung der Karosserie, im Einbau einer Start-Stopp-Automatik bzw. einer Schaltanzeige, die den Kraftstoffverbrauch optimieren soll. Auch mit schmaleren Reifen, Verzicht auf die Klimaautomatik wo immer möglich sowie Vermeidung von Ballast oder unnütze Dachaufbauten lassen sich Einsparungen erzielen.

Was kann der Autofahrer selbst beitragen?

Auch der Autofahrer selbst kann durch „vorausschauendes“ Fahren zu einer Reduzierung des Spritverbrauchs beitragen. Nach Schätzungen von Experten ist dadurch eine Reduzierung des Verbrauchs um bis zu 25% möglich. Automobil-Clubs bieten entsprechende Trainings an. Schon beim Autokauf sollte darauf geachtet werden, dass ein spritsparender Motor vorzuziehen ist, dies wird dann von Vater Staat auch noch steuerlich belohnt. Selbst die Überlegung, die eine oder andere Fahrt zu unterlassen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen, hat positive Auswirkungen auf die CO2-Bilanz. Dass der gewerbliche Verkehr ebenfalls zur CO2 Reduzierung beitragen kann, versteht sich von selbst. Hier wäre zu erwähnen die Vermeidung von Leerfahrten, d.h. intensivere Nutzung der Fahrzeuge oder auch Nutzung der Eisenbahn für Massengüter.

Die nachhaltige Reduzierung des CO²Ausstoßes geht uns alle an. Dies bezieht sich sowohl auf die alltäglichen Lebensbereiche, als auch auf die Industrie. So ist es zum Beispiel naheliegend, dass gerade auch eine moderne Elektrokonstruktion durch ökologische Features punkten sollte. Das entlastet nicht nur die ohnehin bereits arg strapazierte Umwelt, sondern es schont auch den Geldbeutel. Grund genug also für Techniker, Ingenieure und so weiter, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.